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Medienkompetenz

Medienkompetenz als unsere Bildungsaufgabe

(siehe auch unter Informatik)

 

Medienkompetenz ist in der heutigen Zeit des immer schnelleren technologischen Fortschritts eine Schlüsselkompetenz wie Lesen, Schreiben und Rechnen[1]. Sie ist Voraussetzung für die Teilhabe an der Informations- und Wissensgesellschaft sowie an demokratischen Prozessen der Meinungsbildung. Das Konzept orientiert sich an einem Medienkompetenzbegriff[2], der sich auf vier Bereiche stützt: die Medienkunde, die Mediennutzung, die Medienkritik und die Mediengestaltung.

In unserem Medienkonzept werden die so genannten „Neuen Medien“ verstärkt in den Blick genommen, da klassische Medien (Buch, Zeitungen und Zeitschriften, Fernsehen und Film) in unterschiedlichsten unterrichtlichen Zusammenhängen bereits eingeführt sind. Es gilt daher den schulischen Einsatz von Computern, Tablets und Handys darzustellen, wobei das Spektrum der Überlegungen von der Hard- und Softwareausstattung über räumliche Gegebenheiten bis zum methodischen Einsatz reichen soll.

Ein weiterer Bestandteil dieses Konzeptes sind ebenfalls Überlegungen über den Umgang mit Handys inner- und außerhalb des Unterrichtes.

Nicht die Medien selbst im Vordergrund des Lernens, sondern der fachliche oder fachübergreifende Inhalt, zu dessen Vermittlung oder Verarbeitung Medien benötigt werden.

Ziel des Konzeptes ist die Vermittlung von Medienkompetenz für Schüler*innen und für Lehrer*innen.

Mit diesem Begriff verbindet sich eine Liste von Zielen und Inhalten, die bisweilen wie ein Katalog umfassender Bildungsziele wirkt. Dies ist als Hinweis darauf zu verstehen, dass die neuen Medien einen durchgreifenden Einfluss auf die Gesellschaft und ihre Anforderungen haben. „Bildung und Erziehung lassen sich von Medienerziehung kaum (nicht mehr) noch trennen.“ [3]

Medienkompetenz beinhaltet als Ziel der Medienerziehung die Fähigkeit zu verantwortlichem Umgang mit Information, Wissen und Medien. Sie umfasst eine Vielzahl von Kenntnissen und Fertigkeiten, die in Anlehnung an den Bericht der Bund-Länder-Kommission[4] wie folgt zusammengefasst werden können:

Entwicklung von Lesefähigkeit

  • Ausbildung einer neuen Lesefähigkeit, die die Wahrnehmung, Analyse und Interpretation von Bildern und dynamischen Vorgängen umfasst.
  • Fähigkeit zur Netz basierten Kommunikation und Kooperation.
  • Kompetenz, Informationen mit fehlendem inhaltlichen und soziokulturellem Kontext zu analysieren und zu bewerten
  • Unterscheiden von Realität und Virtualität
  • bedeutsame und irrelevante Informationen unterscheiden
  • authentische und unglaubwürdige Informationen trennen können.

Reflektion der gesellschaftlichen Folgen

  • Reflektion des Verhältnisses menschlicher Intelligenz und technischer Informationsverarbeitung
  • Auswirkung der Weiterentwicklung der Technologien auf die Gesellschaft
  • Reflektion der Auswirkungen auf die eigene Persönlichkeitsentwicklung
  • Entwicklung ethischer und ästhetischer Wertmaßstäbe reflektieren
  • analytische und kreative Fähigkeiten aufbauen
  • Medien in ihrer Bedeutung für die eigene Identitätsentwicklung erfahren und bewerten können

Zurechtfinden in der Medienwelt

  • Kennen der medialen Angebotsvielfalt, ihrer inhaltlichen und technischen Verflechtung und ihrer Grenzen
  • Anwenden von Suchmaschinen und anderen technischen Tools in und außerhalb von Computernetze

 

Erwerb von Bedienungskompetenz

  • Arbeiten mit und Gestalten von Texten
  • Erstellen von Broschüren und Arbeitsmaterialien
  • Präsentation von Inhalten mit multimedialen Tools
  • Erstellen und Bearbeiten von Bildern und Zeichnungen
  • Arbeiten und Rechnen mit Tabellen
  • Erstellen von Web-Seiten mit einem Editor
  • Multimediaprodukte erstellen und begreifen
  • Erfassen und Verarbeiten von Messwerten
  • Gestalten mit Multimedia und Computernetzwerken
  • Gestaltungsmöglichkeiten kennen und nutzen können
  • Auseinandersetzung mit multimedialen Gestaltungstechniken
  • Kenntnis verschiedener Zeichensysteme

     

     

 

 

 


[1] vgl. zum Folgenden: Medienkompetenz in Niedersachsen, Hrsg: Presse- und Informationsstelle der Niedersächsischen Landesregierung, Hannover, Februar 2012.

[2]Danach bezeichnet der Begriff Medienkompetenz die „Fähigkeit, in die Welt aktiv aneignender Weise auch alle Arten von Medien für das Kommunikations- und Handlungsrepertoire von Menschen einzusetzen“ (Süss, Daniel / Lampert, Claudia /Wijnen, Christine W. (2010): Medienpädagogik. Ein Studienbuch zur Einführung, Wiesbaden, S. 107)

[3] .vgl. http://www.nibis.de/nibis.php?menid=5940:  Prof. Dr. Heinz Mandl, Dr. Gabi Reinmann-Rothmeier, Dr. Cornelia Gräsel: Gutachten zur Vorbereitung des Programms "Systematische Einbeziehung von Medien, Informations- und Kommunikationstechnologien in Lehr- und Lernprozesse" Heft 66) Bonn: BLK, 1998.

[4] http://www.fwu.de/semik/publikationen/lmu_abschluss.htm

 

 

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