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Konfessionell – kooperativer Religionsunterricht an der IGS Schaumburg

Wie im Schulkonzept vermerkt, wird der Religionsunterricht an der IGS integrierend erteilt, so dass alle Schüler einer Klasse, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit, gemeinsam im Klassenverband am Religionsunterricht teilnehmen. Auf der Fachkonferenz Religion am 22.11.2011  gab es  für die anwesenden evangelischen und katholischen Kolleginnen und Kollegen, die Religion unterrichten, die Gelegenheit, sich über ihre Erfahrungen mit diesem Modell auszutauschen.

Da der Religionsunterricht im Klassenverband erteilt werden kann, bietet er die Möglichkeit, Probleme im Miteinander aufzugreifen und in einer konstruktiven Auseinandersetzung anzugehen. Dabei geht es darum, einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander einzuüben, ökumenische Werte zu wahren und Orientierungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler zu schaffen – die ureigenste Sache des Religionsunterrichts.

Ebenso wurde festgehalten, dass gerade durch die Anwesenheit von beispielsweise muslimischen Schülerinnen und Schülern Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Religionen direkter angesprochen und lebendiger ausgetauscht werden konnten. Schüler ohne Religionszugehörigkeit haben zumindest die Möglichkeit, sich mit den Konfessionen oder Religionen auseinanderzusetzen; diese Chance hätten sie sonst nicht. Der Religionsunterricht hegt natürlich keinerlei missionarische Ziele, die Fachlehrer sehen ihre Arbeit viel mehr als Informationsvermittlung aber auch als Raum zum Austausch von Erfahrungen im Rahmen von Werteorientierung sowie zum Nachdenken über Grundfragen des Lebens.

Wahrung der Interessen der anderen Religionen bzw. Konfessionen

Bei den Schülern die Achtung vor unterschiedlichen und zum Teil fremden religiösen Überzeugungen zu wecken, ist ein Hauptanliegen des konfessionell – kooperativen Religionsunterrichts an der IGS. Die Religionslehrer der IGS legen großen Wert darauf, den Religionsunterricht zu öffnen, indem außerschulische Lernorte aufgesucht und Fachleute in den Unterricht einbezogen werden.

Beispiele für die Zusammenarbeit mit anderen Konfessionen sind neben dem natürlich konfessionell gemischten Fachkollegium  die Teilnahme der Fachmoderatoren beider Konfessionen an der Fachkonferenz sowie regelmäßig stattfindende Besuche  in der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde vor Ort. Es ist uns als Fachkollegium bewusst, dass die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler ihre eigene evangelische oder katholische Religion zum Teil auch als eine Art „Fremdreligion“ erleben, da sie in Bezug auf Elternhaus und Gemeinde immer weniger religiös sozialisiert sind. Aus diesem Grunde liegt ein Schwerpunkt natürlich ebenso im Kennenlernen der evangelischen beziehungsweise katholischen Kirche mit ihren unterschiedlichen Bereichen und Einrichtungen.

Regelmäßig besuchen Religionsklassen der IGS aber auch eine der ortsansässigen Moscheen; teilweise werden im Zusammenhang mit den entsprechenden Themen der buddhistische Tempel oder eine der Synagogen in Hannover aufgesucht. Im Oktober 2013 referierte ein jüdischer Schriftsteller vor den Neuntklässlern zum Thema „Schabbat“ und es wurde über den Sinn von Feiertagen diskutiert.

Von Religionslehrern initiiert ist beispielsweise die Zusammenarbeit mit dem in die St. Martini-Gemeinde eingebundenen Eine–Welt–Laden, der unter anderem am Tag der Menschenrechte im Rahmen des Projektes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in der Schule ein Projekt anbot und dazu einen Stand aufbaute. Das Fach Religion hat sich im Zusammenhang mit der Verleihung der Auszeichnung für eine „Schule ohne Rassismus“ an der IGS dazu verpflichtet, Projekte und generell die Schulkultur in diesem Sinne mitzugestalten. Die Information über Projekte fair gehandelter Waren aus dem Eine-Welt-Laden durch Schülergruppen ist im Rahmen des in jedem zweiten Jahr stattfindenden Adventsbasars der Schule schon Tradition, zuletzt wieder umgesetzt mit einer 9. Klasse auf dem Schulbasar am 26. 11.2013.

Kirchenführungen durch St. Martini finden regelmäßig – begleitet durch einen Pastoren der Gemeinde – statt oder es werden bei entsprechenden thematischen Schwerpunkten kirchliche Einrichtungen, Ausstellungen (wie zuletzt die Synagogen- und die „Erlassjahr“- Ausstellung in St. Martini) sowie Gottesdienste besucht.

Schüler des 11. Jahrgangs können sich regelmäßig über die Hospizarbeit des ortsansässigen Vereins durch den Besuch der Vorsitzenden im Unterricht informieren, Oberstufenkurse nahmen mehrfach an den Bildungsforen der Hannoverschen Landeskirche teil.

Mehrfach hatten wir in der Fachkonferenz den Schulpastor Lutz Gräber zu Besuch, der die Bereitschaft der Landeskirche Schaumburg-Lippe bekräftigte, in bestimmten Bereichen stärker mit unserer Schule zusammenzuarbeiten. Eine solche Zusammenarbeit geschah bereits im Rahmen der Vorbereitung einer seit 2012 regelmäßig am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien  angebotenen Weihnachtsandacht von Zwölftklässlern für Sechstklässler. Ebenso fand eine Kooperation im Bereich Jungensozialarbeit statt, als Herr Gräber  im Rahmen des in Jg. 8 angesiedelten „Endlich 14“ – Projektes einen Jungenworkshop anbot.  Die Landeskirche engagierte sich bei der Gestaltung des Streitschlichterraumes der Schule, der mit einem „Notfallkoffer“ ausgestattet wurde und auch als Beratungsraum für Gespräche mit der Schulseelsorgerin Frau Zadim dient.

Im Rahmen des Projekts „Social working“ gab es eine Reihe von Neuntklässlerinnen und Neuntklässlern, die ihre über einen Zeitraum von sechs Monaten regelmäßige Mitarbeit in evangelischen und katholischen Kindergärten und Altenheimen anboten.

Das Fach Religion bringt in das fächer- und fächerübergreifende Projektlernen die Themen „Gotteshäuser in der Nachbarschaft“ und „Kinder der Welt“ ein.

All diese Maßnahmen scheinen uns dem Anliegen von ökumenischer Wertevermittlung zu dienen und die Bedeutung der Fortsetzung des konfessionell – kooperativen Religionsunterrichtes an der IGS zu unterstreichen, um zunehmend die Schulkultur der IGS positiv mitzugestalten.

 

Heike Zadim

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