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Förder- und Forderkonzept

Die Lernklinik an der IGS Schaumburg

Die Lernklinik der IGS Schaumburg wurde im Jahre 2003 eingerichtet. Im Folgenden geben wir einen konzeptionellen Überblick über diese Einrichtung unserer Schule.

1. Ziele

Ein Studienbesuch an unserer finnischen Partnerschule hat zu der Idee geführt, die Förderung leistungsschwacher und leistungsstarker Schülerinnen und Schüler und eine sinnvolle pädagogische Umgehensweise mit Unterrichts-störungen zu verknüpfen. So wurde der finnische Begriff der „Lernklinik“ übernommen, um folgende Ziele zu verfolgen:

a)        individuelle fachbezogene Förderung

b)        Förderung besonders begabter Schüler/innen

c)         individuelle Förderung des Sozialverhaltens

DSP 2015: IGS Schaumburg

2. Umsetzung und Durchführung

Die Lernklinik befindet sich in einem besonders dafür ausgestatteten Raum in der Nähe der Räume der Schulsozialarbeit. Sie ist montags bis freitags von der 1. – 6. Std. besetzt. Die Stunden, in denen eine fachbezogene Förderung stattfindet, erteilen Fachlehrkräfte. Die übrigen Stunden werden von dem Sozialpädagogen betreut.

DSP 2015: IGS Schaumburg

a) Individuelle fachbezogene Förderung

Fachbezogen gefördert Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrganges in der Lesewerkstatt zur Verbesserung der Lesekompetenz und Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 6 und 7 in den Fächern Deutsch und Mathematik. Die Förderung findet in Kleingruppen von 4-6 Schülerinnen und Schüler statt und hat einen Umfang von 2 Unterrichtsstunden. Zur Feststellung des Förderbedarfs wird ein Leseverständnistest mit allen Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrganges durchgeführt. In den anderen Jahrgängen werden die Schülerinnen und Schüler von den Klassen- und Fachlehrern benannt.

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In der Lesewerkstatt: Arbeit mit Cesar 1.0 Lesen am Laptop

b) Förderung der hochbegabten Schüler/innen

An der „Pfiffikus-AG“ nehmen Schüler/innen teil, die über besondere Begabungen verfügen und Herausforderungen suchen. Ziel ist es, die verschiedenen Kompetenzen jedes Schülers umfassend zu fördern. Aus diesem Grund wird versucht, die Inhalte möglichst adäquat an die Bedürfnisse (und Wünsche) der Schüler anzupassen. Darüber hinaus stehen Team-, Organisations- und Kritikfähigkeit im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, Verantwortung für ihre Ziele, Projekte und Ergebnisse zu übernehmen.

Beispiele einiger Inhalte:

  • Kristalle züchten
  • Eine Transportstraße aus Legotechnik erstellen
  • Wasseranalytik der Schulaquarien durchführen
  • Aluminiumplatten gestalten und ätzen
  • Schach lernen (am Computer und im direkten Spiel)
  • Effektiv üben – Methodentraining
  • Medienverhalten untersuchen
  • Englische Comics lesen und spielen
  • Eine Firma gründen

c) Individuelle Förderung des Sozialverhaltens

Das Modell orientiert sich im Wesentlichen an dem Konzept „Drei Regeln reichen aus“ von Balke/Hogenkamp. Es basiert auf der Maxime des gegenseitigen Respekts und leitet daraus für den Unterricht drei Regeln ab:

  1. Jede Lehrerin und jeder Lehrer hat das Recht, ungestört zu unterrichten.
  2. Jede Schülerin und jeder Schüler hat das Recht, ungestört zu lernen.
  3. Alle müssen jeweils die Rechte des anderen respektieren.

Unsere konkrete Umsetzung:

Wenn ein Schüler im Unterricht stört, wird er einmal und bei der zweiten Störung ein zweites Mal ermahnt. Beim 3. Stören wird er mit einem Laufzettel in die Lernklinik geschickt. Dort arbeitet er bis zum Ende der jeweiligen Unterrichts-stunde an der Aufgabe, die ihm von der Fachlehrkraft gestellt wurde. Danach findet ein Gespräch über den Anlass mit der Lehrkraft in der Lernklinik statt und wird von ihr in einen Schülerbogen eingetragen. Nach dem 3. Eintrag in diese Schülerliste findet ein Gespräch mit der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer, dem Schüler und den Eltern statt, das der Schulsozialarbeiter moderiert. Nach dem 6. Eintrag wird eine pädagogische Konferenz einberufen. Alle Eintragungen werden zum Schuljahresende gelöscht.

3. Schulisches Unterstützungssystem

Nicht immer reicht das Modell der Lernklinik aus, Disziplinschwierigkeiten zu lösen. Um ein dichteres Unterstützungssystem aufzubauen, treffen sich einmal in der Woche der Schulsozialarbeiter, die Didaktische Leiterin und die pädago-gischen Mitarbeiterinnen zu einer pädagogischen Dienstbesprechung. Hier werden vor allem die individuellen Hintergründe für häufiges Stören ausgeleuchtet und weitere Unterstützungsmaßnahmen überlegt und eingeleitet.

Auszeichnungen

schule ohneRassismus

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