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Prof. Dr. Peter Lemke

Klimawandel – (k)ein Grund zur Sorge

Der gefrorene Ozean

Prof. Dr. Peter Lemke

 

 

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Klimawandel – (k)ein Grund zur Sorge?

Umwelt- und Klimaschutz bilden an der IGS Schaumburg durchgehend ein großes wichtiges Thema. Immer wieder entstehen in den Klassen und Tutorien neue Projektideen, die nachhaltig umgesetzt werden sollen. Dazu benötigen die Schülerinnen und Schüler Zeit und Unterstützung durch ihre Lehrerinnen und Lehrer, aber auch durch außerschulische Experten. Prof. Dr. Peter Lemke konnte einige neue Impulse setzen, so dass dieser Weg hoffentlich wirkungsvoll weitergegangen werden kann! 

Am Freitag, 15. März, dem weltweiten Aktionstag der Jugendklimaschutzbewegung fridays for future hat Prof. Dr. Peter Lemke, Leiter des Fachbereichs Klimawissenschaften am Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven und Mitglied des Deutschen Klima-Konsortiums (DKK) mit zwei wissenschaftlich fundierten, beeindruckenden Vorträgen zum Klimawandel, die Schülerinnen und Schüler des 10., 11. und 12. Jahrgangs der IGS Schaumburg darin bestätigt, sich weiterhin Gedanken zum Umwelt- und Klimaschutz zu machen. Er machte deutlich, dass anders als in der Vergangenheit es für Klimaänderungen in der Zukunft neben den natürlichen Ursachen auch bedeutende Einflüsse durch menschliche Aktivitäten geben wird:  Durch die verstärkte Emission von Treibhausgasen (Kohlendioxid, Methan, Lachgas) verursacht die Menschheit einen starken Temperaturanstieg, der unsere gesamte Umwelt beeinflusst: Regen und Schneefall, Windsysteme, Ozeanströmungen, Gletscherschmelze, Eisverluste in Grönland und der Antarktis, Tauen des Permafrostes, Meeresspiegelanstieg und Extremereignisse, wie z.B. Hitzewellen und Starkniederschläge.

Im zweiten Vortrag  „Der gefrorene Ozean“ berichtete er mit faszinierenden Bildern von seinen Expeditionen mit dem Forschungseisbrecher POLARSTERN und verdeutlichte die Schlüsselrolle der Polarmeere im weltweiten Klimageschehen: Der Temperaturgegensatz zwischen dem Äquator und den Polargebieten bestimmt die Windsysteme und Ozeanströmungen in mittleren Breiten. Polare Luftmassen aus der Arktis erreichen Westeuropa innerhalb von ein bis zwei Tagen, und der Meeresspiegelanstieg aufgrund von Massenverlusten aller Gebirgsgletscher und des grönländischen und des antarktischen Eisschildes macht sich sofort an den Küsten Norddeutschlands bemerkbar.

Um diese Vorgänge zu verstehen und in Modellen vorherzusagen, sei es wichtig, so Lemke, in der Arktis und Antarktis vor Ort zu forschen. Dafür werden Zeitserien ozeanographischer und meteorologischer Messgrößen fortgesetzt, Eisdicken gemessen und Bojen ausgelegt. Gleichzeitig mit dem Klimasystem wird auch das Ökosystem untersucht, da sich beide gegenseitig beeinflussen. Ein Verständnis dieser Zusammenhänge sei für verbesserte Klimaszenarien unbedingt notwendig. Deutlich wurde den Schülerinnen und Schülern, dass die Polargebiete nur schwer zugänglich sind. Wenn in Deutschland Sommer ist, ist in der Antarktis Winter und das Südpolarmeer fast vollständig von Eis bedeckt. Kein Schiff wagt sich dann in diese Gegend. Dem Forschungseisbrecher POLARSTERN gelang im Mai 2013 eine der seltenen Überwinterungen in der Antarktis. Für ihre Winterexpedition wählten die Forscher eine Route, die sie zuletzt vor 21 Jahren gemeistert hatten: Von Kapstadt aus zum antarktischen Kontinent und von dort zur Spitze der Antarktischen Halbinsel. Heftige Schneestürme, tagelanges Driften mit den Eisschollen, die Dunkelheit der Polarnacht und Temperaturen von bis zu -30 °C – der Vortrag beschreibt eine atemberaubende Expedition, zeigt die Schönheit des gefrorenen Ozeans und gibt einen tiefen Einblick in die Polar- und Klimaforschung.

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